Ohne Werbebudget geht im Online-Marketing immer weniger
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Große Reichweiten nur noch gegen Bezahlung möglich

Die Zeiten, in denen man ohne Werbebudget in Google oder in den Sozialen Netzwerken potentielle Kunden über guten Content oder relevante Posts erreichen konnte, sind so gut wie vorbei.

Der Zuwachs an Unternehmen, die die Plattformen und Kanäle für ihre Online-Vermarktung nutzen, hat sich vervielfacht. Wer wahrgenommen werden will muss für seine Sichtbarkeit zahlen.

Das Online-Marketing Geld kostet, ist nichts Neues. Doch der Vorteil für Unternehmen, eine möglichst große Anzahl an Kunden zu erreichen mit verhältnismäßig wenig Budget, wird immer schwieriger. Zwar investieren die Firmenchefs von kleinen und mittleren Unternehmen in Website-Pflege, Content-Produktion und SEO. Doch wenn es darum geht in Facebook für Post zu zahlen, hält sich die Geschäftsführung noch zurück.

Wie bereits in meinem anderen Artikel über „SEO im Umbruch“ erklärt, sind Wahrnehmung und Aufmerksamkeit in Google beispielsweise ohne AdWords-Werbung kaum noch zu gewinnen. Die Rahmenbedingungen haben sich zu lasten der organischen Suche geändert.

Bei facebook ist es mittlerweile so, das nur noch etwas 10 bis 15% der Posts, die auf einer Firmen-Fanpage veröffentlicht werden, die Fans tatsächlich auch sehen. Nur wenn ein Tages- oder Wochenbudget investiert wird, lassen sich alle Fans erreichen.

Man könnte jetzt Facebook unterstellen, dass sie das absichtlich machen, um mehr Geld zu verdienen. Das stimmt jedoch nur zum Teil. Es ist schlichtweg die Menge an Posts, die von immer mehr Firmen abgesetzt werden. Die Fans würden in einer Flut von Informationen ersticken und Facebook vermutlich den Rücken kehren.

Facebook versucht die Seitenbetreiber dazu zu bringen, Geld in Reichweite für Post zu investieren
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Unfähige Firmen vergraulen Fans auf Facebook

Doch Facebook kann man allein nicht den Vorwurf machen die Veränderungen wegen der Kohle umsetzen zu wollen. Es sind vor allem Firmen, die mit marktschreierischen Posts versuchen Kunden zu gewinnen oder Umsatz zu machen. Das sind die Unternehmen, die Facebook nicht als Dialogplattform verstehen, sondern als Portal, um potentielle Kunden mit Werbung zuzuballern.

Kein Wunder also, dass Facebook zu Recht diese Posts nicht haben will und die Fans schon gar nicht. Würde die Zuckerberg-Company nicht handeln, würden diese Form von Posts ausarten. Ähnlich ist es bei Posts, die Fans ködern (auch als „Clickbaiting“ bekannt) und zu einer Aktion auffordern. Genauso uninteressant.

Ich würde das Vorgehen von facebook in Sachen „Reichweite gegen Geld“ als ganz normale Entwicklung sehen. Es darf nicht sein, dass im Newsfeed ständig irgend ein Unternehmen mir was verkaufen will. Die Firmenchefs, die es verstehen mit nützlichen Infos ihre Fans glücklich zu machen, sind auf dem richtigen Weg. Und für sie ist es auch okay, wenn ein Post mal 10 bis 20 Euro kostet, weil er Sinn für die Fans macht.

Aus dieser Perspektive ist die Investition speziell bei Facebook also in Ordnung. Entscheidend ist nach wie vor die Devise: Nur Relevanz zählt! Also nichts posten, was inhaltlich keine Bedeutung bzw. keinen Unterhaltungswert hat. Dafür braucht man kein Geld auszugeben.

Auch die ganzen Aufforderungen zu liken, zu teilen, am Gewinnspiel teilzunehmen oder zu voten sind so abgedroschen, dass man es besser lassen sollte. Warum immer noch Firmen die Gewinnspielmasche fahren, ist mir sowieso schleierhaft.

Fazit:

Jeder KMU’ler sollte einfach mal testen, ob sich die Investition in gesponserte Posts und Anzeigen in Facebook lohnen. Ein Test bringt sicherlich Klarheit. Zwar muss man sich natürlich in den Werbemanager von Facebook einarbeiten, doch so gezielt, wie man in Facebook Anzeigen schalten kann, kann man es als werbe treibendes Unternehmen nirgends.