Werbung

Authentisches Marketing ist im Internetzeitalter angesagt

Die Ver­än­de­rung zu akzep­tie­ren, ein “ech­tes” Mar­ke­ting umzu­set­zen, fällt vie­len Unter­neh­men immer noch schwer

Was war das doch frü­her so ein­fach, mit Wer­bung seine Kun­den zu gewin­nen. Im Internet-Zeitalter funk­tio­niert das aller­dings nicht mehr. Wer­bung wird im Web kaum gedul­det und in den Print­me­dien ver­liert sie eben­falls an Bedeu­tung, da die Auf­la­gen sin­ken und die Kun­den lie­ber im Inter­net sur­fen. Was haben Unter­neh­mer und Mar­ke­tin­gent­schei­der also zu tun, wenn sie Kun­den wei­ter­hin errei­chen wol­len? Weni­ger Wer­bung, oder kom­pe­tenz­ori­en­tierte Wer­bung oder im Ide­al­fall gar keine Werbung.

Vertrauenschaffendes Foto: Tierarzt Patrick Weber aus Schlitz in einer Behandlungssituation

Ver­trau­en­schaf­fen­des Foto: Tier­arzt Patrick Weber aus Schlitz

Die Lösung heißt “authen­ti­sches Mar­ke­ting”. Authen­ti­sches Mar­ke­ting bedeu­tet vor allem viel selbst machen. Und genau das fällt vie­len Unter­neh­men schwer umzu­set­zen, weil sie es nicht ein­fach dele­gie­ren oder out­sour­cen können.

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Für was haben Unternehmen eigentlich eine Website, wenn sie aktuelle Veranstaltungen dort nicht veröffentlichen?

Mein fast täg­li­cher Blick auf aktu­elle regio­nale Nach­rich­ten in Ost­hes­sen­news hat wie­der mal eine werb­li­che Kurio­si­tät zu Tage gebracht. Neben den lesens­wer­ten Arti­keln schaue ich natür­lich immer auf die eine oder andere Anzeige. Dies­mal viel mir das Ban­ner der Schrei­ne­rei Seng auf, die zur Haus­messe am 25. und 26. Sep­tem­ber ein­lädt. Beim Klick auf die Anzeige öffnet sich eine PDF-Datei mit dem Ein­la­dungs­flyer zur Haus­messe der Schrei­ne­rei Seng. Diese stellt die Ein­la­dung zum “Tag des Schrei­ners” dar.

Die Website der Schreinerei Seng

Die Web­site der Schrei­ne­rei Seng: Aktu­el­ler Hin­weis auf die Haus­messe ver­zwei­felt gesucht

Ein zur Hau­messe umfunk­tio­nier­ter Pro­spekt?
Außer dem Hin­weis auf der ers­ten Seite haben die Inhalte auf den Fol­ge­sei­ten nichts unmit­tel­bar mit der Haus­messe zu tun. Ich ver­mute, dass hier ein beste­hen­der Pro­spekt ein­fach mit dem Hausmesse-Hinweis erwei­tert wurde. Gut, grund­sätz­lich ist das ok, aller­dings blei­ben viele Fra­gen offen. Bekomme ich alle hier vor­ge­stell­ten Lösun­gen gezeigt? Gibt es einen Show­room oder was ver­gleich­ba­res? Wel­che Ansprech­part­ner sind vor Ort? Wie sind die Öffnungs­zei­ten? Wo kann ich mir ein Anfahrts­rou­ting berechnen?

Wo geht´s hier zur Haus­messe?
Schaue ich mal auf die Web­site. Da wird es sicher­lich wei­tere Infor­ma­tio­nen geben. Auf der Start­seite der Schrei­ne­rei Seng ange­kom­men, sehe ich zunächst kei­nen Hin­weis auf die Haus­messe. Auch nach dem Durch­fors­ten aller Navi­ga­ti­ons­punkte ist nichts von einer Ein­la­dung zur Haus­messe zu fin­den. Für was hat denn das Unter­neh­men über­haupt eine Web­site, wenn nicht mal auf die eigene Haus­messe hin­ge­wie­sen wird? Haben die Angst, es kom­men zu viele Besucher?

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Orthopädischer Bandwurmsatz

Schaufensterfoto des Wyker Orthopäden

Schau­fens­ter­foto des Wyker Orthopäden

Fami­li­en­be­dingt bin ich oft auf der Insel Föhr. Bei unse­ren Streif­zü­gen durch die Wyker City bleibe ich immer wie­der erstaunt vor einem ortho­pä­di­schen Geschäft ste­hen. Nicht, dass mir die Aus­lage und die Schau­fens­ter­ge­stal­tung unbe­dingt gefal­len würde. Es ist viel­mehr die Art und Weise, wie der Inha­ber sich posi­tio­niert. Auf drei hand­ge­mal­ten Tafeln, die einen Wer­be­charme der 50iger Jahre aus­strah­len, wird den Pas­san­ten erklärt, was sie erwar­tet, wenn Sie das Geschäft betreten.

Das Beste ist dabei die Tafel “Betreu­ung”. Dar­auf ist zu lesen:

Ich bin in der Lage und bereit, Ihnen nach den moderns­ten Erkennt­nis­sen, wel­che aus eige­ner über 35 jäh­ri­gen Berufs­pra­xis unter Berück­sich­ti­gung aller indi­vi­du­el­len Gege­ben­hei­ten und Erfor­der­nisse Ihrer Füße, Fuß­stüt­zen zu model­lie­ren, die Ihnen das schmerz­freie Gehen wie­der ermög­li­chen sowie das Fuß­lei­der behe­ben, bzw. eine Ver­schlim­me­rung zu ver­mei­den helfen.

Wow, das sind 48 Worte in einem Satz. Da hat sich der Schrei­ber rich­tig Arbeit gemacht. Anschei­nend war es ihm wich­tig so viel wie mög­lich an Infor­ma­tio­nen in einem Satz unter­zu­brin­gen. Das ist ihm abso­lut gelun­gen. Viel­leicht muss man als Leser die Tafel eher als Kunst­werk anse­hen, denn die Buch­sta­ben sind alle hand­ge­malt. So sieht noch Mar­ke­ting alter Schule aus.

Zuge­ge­ben neige ich ab und zu auch mal dazu einen län­ge­ren Satz zu for­mu­lie­ren, aber das ist schon wirk­lich heavy. Wenn Sie mal auf Föhr ver­wei­len, unbe­dingt mal rein­schauen. Das Geschäft befin­det sich in der Gro­ßen Straße. Viel Spaß beim (mehr­mals) Lesen (bis man es ver­stan­den hat).

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