Webpflege

Internet-Marketingentwicklung 2012: Mehr Eigenmarketing, statt Agenturmarketing

Dem Inter­net­mar­ke­ting im kom­men­den Jahr kommt mehr die Bedeu­tung der Eigen­in­itia­tive zu

Marketingempfehlungen für 2012Das Jahr 2011 stand ganz im Zei­chen von Social Media. Der Trend ist längst zu einem fes­ten Bestand­teil im Mar­ke­ting­mix der Unter­neh­men gewor­den. Zumin­dest ist in der Region Ost­hes­sen die Wahr­neh­mung ange­kom­men, dass nie­mand mehr so ein­fach diese Ent­wick­lung igno­rie­ren kann. Ich freue mich jeden­falls einen Bei­trag mit Vor­trä­gen, Prä­sen­ta­tio­nen und Schu­lun­gen geleis­tet zu haben. Meh­rere mei­ner Kun­den konnte ich in die­sem Jahr über­zeu­gen, ihre Mar­ke­ting­stra­te­gie zu über­den­ken und anzupassen.

Social Media kann lässt sich nicht ein­fach aus­la­gern
Die Unter­neh­men, die in 2012 in dem Bereich des Social Media-Marketings aktiv wer­den wol­len, möchte ich eine wich­tige Bot­schaft mit­tei­len: Social Media lebt von der Eigen­in­itia­tive aller im Unter­neh­men. In Zukunft las­sen sich Mar­ke­ting­pro­zesse immer weni­ger ein­fach an eine Agen­tur aus­la­gern. Im Bereich der Print­wer­bung mag wohl noch alles beim Alten blei­ben, doch spä­tes­tens mit dem Ein­stieg in den Kun­den­dia­log, müs­sen Geschäfts­füh­rer und Mar­ke­tin­gent­schei­der selbst, bzw. das gesamte Team, ran.

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Authentisches Marketing ist im Internetzeitalter angesagt

Die Ver­än­de­rung zu akzep­tie­ren, ein “ech­tes” Mar­ke­ting umzu­set­zen, fällt vie­len Unter­neh­men immer noch schwer

Was war das doch frü­her so ein­fach, mit Wer­bung seine Kun­den zu gewin­nen. Im Internet-Zeitalter funk­tio­niert das aller­dings nicht mehr. Wer­bung wird im Web kaum gedul­det und in den Print­me­dien ver­liert sie eben­falls an Bedeu­tung, da die Auf­la­gen sin­ken und die Kun­den lie­ber im Inter­net sur­fen. Was haben Unter­neh­mer und Mar­ke­tin­gent­schei­der also zu tun, wenn sie Kun­den wei­ter­hin errei­chen wol­len? Weni­ger Wer­bung, oder kom­pe­tenz­ori­en­tierte Wer­bung oder im Ide­al­fall gar keine Werbung.

Vertrauenschaffendes Foto: Tierarzt Patrick Weber aus Schlitz in einer Behandlungssituation

Ver­trau­en­schaf­fen­des Foto: Tier­arzt Patrick Weber aus Schlitz

Die Lösung heißt “authen­ti­sches Mar­ke­ting”. Authen­ti­sches Mar­ke­ting bedeu­tet vor allem viel selbst machen. Und genau das fällt vie­len Unter­neh­men schwer umzu­set­zen, weil sie es nicht ein­fach dele­gie­ren oder out­sour­cen können.

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Für was haben Unternehmen eigentlich eine Website, wenn sie aktuelle Veranstaltungen dort nicht veröffentlichen?

Mein fast täg­li­cher Blick auf aktu­elle regio­nale Nach­rich­ten in Ost­hes­sen­news hat wie­der mal eine werb­li­che Kurio­si­tät zu Tage gebracht. Neben den lesens­wer­ten Arti­keln schaue ich natür­lich immer auf die eine oder andere Anzeige. Dies­mal viel mir das Ban­ner der Schrei­ne­rei Seng auf, die zur Haus­messe am 25. und 26. Sep­tem­ber ein­lädt. Beim Klick auf die Anzeige öffnet sich eine PDF-Datei mit dem Ein­la­dungs­flyer zur Haus­messe der Schrei­ne­rei Seng. Diese stellt die Ein­la­dung zum “Tag des Schrei­ners” dar.

Die Website der Schreinerei Seng

Die Web­site der Schrei­ne­rei Seng: Aktu­el­ler Hin­weis auf die Haus­messe ver­zwei­felt gesucht

Ein zur Hau­messe umfunk­tio­nier­ter Pro­spekt?
Außer dem Hin­weis auf der ers­ten Seite haben die Inhalte auf den Fol­ge­sei­ten nichts unmit­tel­bar mit der Haus­messe zu tun. Ich ver­mute, dass hier ein beste­hen­der Pro­spekt ein­fach mit dem Hausmesse-Hinweis erwei­tert wurde. Gut, grund­sätz­lich ist das ok, aller­dings blei­ben viele Fra­gen offen. Bekomme ich alle hier vor­ge­stell­ten Lösun­gen gezeigt? Gibt es einen Show­room oder was ver­gleich­ba­res? Wel­che Ansprech­part­ner sind vor Ort? Wie sind die Öffnungs­zei­ten? Wo kann ich mir ein Anfahrts­rou­ting berechnen?

Wo geht´s hier zur Haus­messe?
Schaue ich mal auf die Web­site. Da wird es sicher­lich wei­tere Infor­ma­tio­nen geben. Auf der Start­seite der Schrei­ne­rei Seng ange­kom­men, sehe ich zunächst kei­nen Hin­weis auf die Haus­messe. Auch nach dem Durch­fors­ten aller Navi­ga­ti­ons­punkte ist nichts von einer Ein­la­dung zur Haus­messe zu fin­den. Für was hat denn das Unter­neh­men über­haupt eine Web­site, wenn nicht mal auf die eigene Haus­messe hin­ge­wie­sen wird? Haben die Angst, es kom­men zu viele Besucher?

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So lieblos kann Website-Pflege sein — dabei wäre es so einfach

Screenshot der Veranstaltungsbeschreibung des Familienfestes der GWV

Screen­shot der Ver­an­stal­tungs­be­schrei­bung des Fami­li­en­fes­tes der GWV

Heute sah ich ein anspre­chen­des Ban­ner der GWV auf osthessen-news.de. Es lädt Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zum Fami­li­en­tag in das Was­ser­werk Göt­zen­loch ein. Weil die Wer­bung schön gemacht ist und ich wis­sen wollte, wo sich das Was­ser­werk befin­det, kli­cke ich auf das Ban­ner. Zuerst lande ich auf einer vor­ge­schal­te­ten Weichen-Seite, die unsin­ni­ger­weise zwi­schen Stadt und Region unter­schei­det. Nach einem wei­te­ren Klick lande ich schließ­lich auf der Start­seite der Gas und Was­ser­ver­sor­gung Fulda GmbH. Bis ich dann tat­säch­lich auf der eigent­li­chen Beschrei­bung der Ver­an­stal­tung gelan­det bin, sind schon mal vier Klicks von mir getä­tigt worden.

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Unternehmer: Setzt die Brille Eurer Kunden auf, wenn Ihr sie über das Internet erreichen wollt

Es ist doch immer wie­der erstaun­lich, wie wenig sich Unter­neh­mer mit dem sich ver­än­dern­den Infor­ma­ti­ons– und Kauf­ver­hal­ten ihren Kun­den beschäf­ti­gen. Das gilt vor allem für Firmen-Websites, die sich noch auf dem Niveau einer Visi­ten­karte bewe­gen. Wett­be­werbs­vor­teile durch eine attrak­tive Web­site wer­den kaum genutzt. Den Geschäfts­füh­rern, meist von eher kon­ser­va­tiv aus­ge­rich­te­ten Klein­un­ter­neh­men, ist anschei­nend immer noch nicht klar, wie selbst­ver­ständ­lich das Web von ihren Kun­den genutzt wird.

Es wäre also drin­gend not­wen­dig, die Brille der Kun­den auf­zu­set­zen, wie die sich heut­zu­tage vor dem Kauf eines Pro­duk­tes oder einer Dienst­leis­tung infor­mie­ren. Die kürz­lich von der Zeit, den Blick auf die Entwicklung des Webs schärfenArbeits­ge­mein­schaft Online-Forschung e. V. (kurz AGOF) ver­öf­fent­lich­ten Zah­len brin­gen es an den Tag: 73,5 Pro­zent der der Inter­net­nut­zer sind seit drei Jah­ren im Netz aktiv. Knapp 70 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung sind online. Von den Internet-Nutzern haben 97,7 Pro­zent schon ein­mal nach Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen recher­chiert. Diese Zah­len bele­gen: Das Inter­net ist zu einem fes­ten Bestand­teil unse­res Lebens gewor­den. Eine Tat­sa­che, die vor allem bei klei­nen Unter­neh­men in der Region Ost­hes­sen anschei­nend immer noch nicht ange­kom­men ist.

Meist fängt das Pro­blem damit an, dass die Unter­neh­mer sich gar nicht mit dem Inter­net beschäf­ti­gen. Sie sur­fen nicht selbst, sie las­sen sur­fen und bekom­men des­halb auch kei­nen Bezug zur Online-Welt. Ein fata­ler Feh­ler, denn wie soll ein Geschäfts­füh­rer sich in die Lage eines Web­nut­zers ver­set­zen kön­nen, wenn er selbst gar nicht weis, wie er mit dem Inter­net umge­hen soll? Mei­ner Mei­nung ist es abso­lut erfor­der­lich, sich mit dem Such– und Kauf­ver­hal­ten sei­ner Kun­den zu befas­sen. Warum? Wer im Web nicht für seine Kun­den sicht­bar ist, ist quasi nicht exis­tent. Das Ziel eines jeden Unter­neh­mers hat des­halb zu lau­ten: Was will ich als Unter­neh­mer tun, damit ich das Inter­net für mein Geschäft aktiv nut­zen kann? Die Beto­nung liegt dabei auf “aktiv”, denn Pas­si­vi­tät funk­tio­niert im Inter­net nicht. Nur kon­ti­nu­ier­li­che Website-Pflege und Ver­mark­tung wer­den lang­fris­tig den Erfolg bringen.

Fol­gende Fra­gen muss sich ein Unter­neh­mer stel­len, der das Inter­net als Platt­form zur Kom­mu­ni­ka­tion und zum Ver­kauf nut­zen möchte:

  • Wel­che Ziele möchte ich mit unse­rem Inter­net­auf­tritt erreichen?
  • Mit wel­chen Wor­ten und Begriffs­kom­bi­na­tio­nen (Key­words) suchen meine Kunden?
  • Werde ich in der Region mit mei­ner Web­site zu den gewähl­ten Such­be­grif­fen auch in Google gefunden?
  • Sind die Infor­ma­tio­nen, die ich zu mei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen anbiete, ver­trau­ens­er­we­ckend und überzeugend?
  • Wie kann ich Inter­es­sen­ten dazu moti­vie­ren, mich zu kontaktieren?
  • Wer­den die meis­ten Bedürf­nisse mei­ner Kun­den ange­spro­chen? Habe ich sie erkannt?
  • Wer­den so gut wie alle Fra­gen auf mei­ner Web­site zu mei­nen Pro­duk­ten beantwortet?
  • Kom­men beste­hende Kun­den auf mei­ner Web­site zu Wort, die mich dabei unter­stüt­zen Ver­trauen aufzubauen?
  • Wel­che Kri­te­rien im Inter­net beein­flus­sen Kauf­ent­schei­dun­gen in mei­ner Bran­che? (z. B. Foren, Tests, Bewer­tun­gen usw.)
  • Nutze ich die Mög­lich­keit die Spu­ren, die ein Besu­cher auf mei­ner Web­site hin­ter­lässt, rich­tig zu inter­pre­tie­ren und in die Ver­bes­se­rung mei­nes Webauf­tritts ein­flie­ßen zu lassen?

Soweit einige ele­men­tare Fra­gen. Sie zu beant­wor­ten ist rich­tig Arbeit. Wer nicht bereits ist die Zeit zu inves­tie­ren, bleibt am Bes­ten wei­ter­hin bei sei­ner Web-Visitenkarte. Ich freue mich auf Feedback.

Wie oft pflegen kleine und mittlere Unternehmen ihre Website? (M)Ein kritischer Beitrag zu einem wichtigen Thema

Mit die­ser Frage, die mich seit Jah­ren beschäf­tigt, habe ich mich in einem Arti­kel aus­ein­an­der­ge­setzt, den ich kürz­lich als Fach­pu­bli­ka­tion bei online-artikel.de ver­öf­fent­licht habe. Zwar gehe ich davon aus, dass er von der Ziel­gruppe, für die er bestimmt ist, wohl kaum gele­sen wer­den wird, schon gar nicht auf mei­nem Blog. Trotz­dem finde ich es wich­tig, die­ses Thema anzusprechen.

Unternehmen tun gut daran ihre Website aktuell zu halten

Unter­neh­men tun gut daran, ihre Web­site aktu­ell zu halten

Ich denke es ist Zeit — und da spre­che ich vor allem Web-Agenturen an — Kun­den in Sachen Con­tent bes­ser zu unter­stüt­zen. Gut, Webent­wick­ler und Desi­gner leben davon, Web­sites ihren Kun­den zu verkaufen.

Mei­ner Wahr­neh­mung nach ist jedoch den Klein­un­ter­neh­mern damit allein nicht gedient. Ich kann mir sogar vor­stel­len, dass Kun­den, die mehr­fach in einen Inter­net­auf­tritt inves­tiert haben und immer noch kei­nen Erfolg haben, den Glau­ben an das Web ver­lie­ren. Auf der ande­ren Seite wer­den die meis­ten Unter­neh­me­ner selbst die­sen Zustand zu ver­ant­wor­ten haben. Die Frage ist des­halb durch­aus berech­tigt: Wozu ein CMS ver­kau­fen, wenn cirka 70 Pro­zent der Kun­den es gar nicht selbst nutzen?

Ok, ein Design-Relaunch alle zwei bis drei Jahre geht für mich als Web-Redakteur in Ord­nung. Aller­dings darf nicht außer Acht gelas­sen wer­den, dass der Con­tent eine grö­ßere Rolle spielt und einen ent­schei­den­den Bei­trag für den Erfolg einer Web­site sorgt. Unter­neh­mer müs­sen also mehr bei der Web­pflege beglei­tet wer­den, und das ist ein lang­fris­ti­ger Pro­zess. Natür­lich gehö­ren noch wei­tere Maß­nah­men, wie SEO, SEM, Link­buil­ding usw. dazu. Wenn´s aber mit dem Con­tent schon kaum klappt, wozu dann sol­che Maß­nah­men durchführen?

Hier der Link zum Arti­kel: Ein­satz von Contentmanagement-Lösungen in klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men”. Ich freue mich auf Eurer Feedback.

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