Authentisches Marketing ist im Internetzeitalter angesagt
Die Veränderung zu akzeptieren, ein “echtes” Marketing umzusetzen, fällt vielen Unternehmen immer noch schwer
Was war das doch früher so einfach, mit Werbung seine Kunden zu gewinnen. Im Internet-Zeitalter funktioniert das allerdings nicht mehr. Werbung wird im Web kaum geduldet und in den Printmedien verliert sie ebenfalls an Bedeutung, da die Auflagen sinken und die Kunden lieber im Internet surfen. Was haben Unternehmer und Marketingentscheider also zu tun, wenn sie Kunden weiterhin erreichen wollen? Weniger Werbung, oder kompetenzorientierte Werbung oder im Idealfall gar keine Werbung.
Die Lösung heißt “authentisches Marketing”. Authentisches Marketing bedeutet vor allem viel selbst machen. Und genau das fällt vielen Unternehmen schwer umzusetzen, weil sie es nicht einfach delegieren oder outsourcen können.
Für was haben Unternehmen eigentlich eine Website, wenn sie aktuelle Veranstaltungen dort nicht veröffentlichen?
Mein fast täglicher Blick auf aktuelle regionale Nachrichten in Osthessennews hat wieder mal eine werbliche Kuriosität zu Tage gebracht. Neben den lesenswerten Artikeln schaue ich natürlich immer auf die eine oder andere Anzeige. Diesmal viel mir das Banner der Schreinerei Seng auf, die zur Hausmesse am 25. und 26. September einlädt. Beim Klick auf die Anzeige öffnet sich eine PDF-Datei mit dem Einladungsflyer zur Hausmesse der Schreinerei Seng. Diese stellt die Einladung zum “Tag des Schreiners” dar.
Ein zur Haumesse umfunktionierter Prospekt?
Außer dem Hinweis auf der ersten Seite haben die Inhalte auf den Folgeseiten nichts unmittelbar mit der Hausmesse zu tun. Ich vermute, dass hier ein bestehender Prospekt einfach mit dem Hausmesse-Hinweis erweitert wurde. Gut, grundsätzlich ist das ok, allerdings bleiben viele Fragen offen. Bekomme ich alle hier vorgestellten Lösungen gezeigt? Gibt es einen Showroom oder was vergleichbares? Welche Ansprechpartner sind vor Ort? Wie sind die Öffnungszeiten? Wo kann ich mir ein Anfahrtsrouting berechnen?
Wo geht´s hier zur Hausmesse?
Schaue ich mal auf die Website. Da wird es sicherlich weitere Informationen geben. Auf der Startseite der Schreinerei Seng angekommen, sehe ich zunächst keinen Hinweis auf die Hausmesse. Auch nach dem Durchforsten aller Navigationspunkte ist nichts von einer Einladung zur Hausmesse zu finden. Für was hat denn das Unternehmen überhaupt eine Website, wenn nicht mal auf die eigene Hausmesse hingewiesen wird? Haben die Angst, es kommen zu viele Besucher?
So lieblos kann Website-Pflege sein — dabei wäre es so einfach
Heute sah ich ein ansprechendes Banner der GWV auf osthessen-news.de. Es lädt Bürgerinnen und Bürger zum Familientag in das Wasserwerk Götzenloch ein. Weil die Werbung schön gemacht ist und ich wissen wollte, wo sich das Wasserwerk befindet, klicke ich auf das Banner. Zuerst lande ich auf einer vorgeschalteten Weichen-Seite, die unsinnigerweise zwischen Stadt und Region unterscheidet. Nach einem weiteren Klick lande ich schließlich auf der Startseite der Gas und Wasserversorgung Fulda GmbH. Bis ich dann tatsächlich auf der eigentlichen Beschreibung der Veranstaltung gelandet bin, sind schon mal vier Klicks von mir getätigt worden.
Unternehmer: Setzt die Brille Eurer Kunden auf, wenn Ihr sie über das Internet erreichen wollt
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig sich Unternehmer mit dem sich verändernden Informations– und Kaufverhalten ihren Kunden beschäftigen. Das gilt vor allem für Firmen-Websites, die sich noch auf dem Niveau einer Visitenkarte bewegen. Wettbewerbsvorteile durch eine attraktive Website werden kaum genutzt. Den Geschäftsführern, meist von eher konservativ ausgerichteten Kleinunternehmen, ist anscheinend immer noch nicht klar, wie selbstverständlich das Web von ihren Kunden genutzt wird.
Es wäre also dringend notwendig, die Brille der Kunden aufzusetzen, wie die sich heutzutage vor dem Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung informieren. Die kürzlich von der
Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e. V. (kurz AGOF) veröffentlichten Zahlen bringen es an den Tag: 73,5 Prozent der der Internetnutzer sind seit drei Jahren im Netz aktiv. Knapp 70 Prozent der Gesamtbevölkerung sind online. Von den Internet-Nutzern haben 97,7 Prozent schon einmal nach Produktinformationen recherchiert. Diese Zahlen belegen: Das Internet ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Eine Tatsache, die vor allem bei kleinen Unternehmen in der Region Osthessen anscheinend immer noch nicht angekommen ist.
Meist fängt das Problem damit an, dass die Unternehmer sich gar nicht mit dem Internet beschäftigen. Sie surfen nicht selbst, sie lassen surfen und bekommen deshalb auch keinen Bezug zur Online-Welt. Ein fataler Fehler, denn wie soll ein Geschäftsführer sich in die Lage eines Webnutzers versetzen können, wenn er selbst gar nicht weis, wie er mit dem Internet umgehen soll? Meiner Meinung ist es absolut erforderlich, sich mit dem Such– und Kaufverhalten seiner Kunden zu befassen. Warum? Wer im Web nicht für seine Kunden sichtbar ist, ist quasi nicht existent. Das Ziel eines jeden Unternehmers hat deshalb zu lauten: Was will ich als Unternehmer tun, damit ich das Internet für mein Geschäft aktiv nutzen kann? Die Betonung liegt dabei auf “aktiv”, denn Passivität funktioniert im Internet nicht. Nur kontinuierliche Website-Pflege und Vermarktung werden langfristig den Erfolg bringen.
Folgende Fragen muss sich ein Unternehmer stellen, der das Internet als Plattform zur Kommunikation und zum Verkauf nutzen möchte:
- Welche Ziele möchte ich mit unserem Internetauftritt erreichen?
- Mit welchen Worten und Begriffskombinationen (Keywords) suchen meine Kunden?
- Werde ich in der Region mit meiner Website zu den gewählten Suchbegriffen auch in Google gefunden?
- Sind die Informationen, die ich zu meinen Produkten und Dienstleistungen anbiete, vertrauenserweckend und überzeugend?
- Wie kann ich Interessenten dazu motivieren, mich zu kontaktieren?
- Werden die meisten Bedürfnisse meiner Kunden angesprochen? Habe ich sie erkannt?
- Werden so gut wie alle Fragen auf meiner Website zu meinen Produkten beantwortet?
- Kommen bestehende Kunden auf meiner Website zu Wort, die mich dabei unterstützen Vertrauen aufzubauen?
- Welche Kriterien im Internet beeinflussen Kaufentscheidungen in meiner Branche? (z. B. Foren, Tests, Bewertungen usw.)
- Nutze ich die Möglichkeit die Spuren, die ein Besucher auf meiner Website hinterlässt, richtig zu interpretieren und in die Verbesserung meines Webauftritts einfließen zu lassen?
Soweit einige elementare Fragen. Sie zu beantworten ist richtig Arbeit. Wer nicht bereits ist die Zeit zu investieren, bleibt am Besten weiterhin bei seiner Web-Visitenkarte. Ich freue mich auf Feedback.
Wie oft pflegen kleine und mittlere Unternehmen ihre Website? (M)Ein kritischer Beitrag zu einem wichtigen Thema
Mit dieser Frage, die mich seit Jahren beschäftigt, habe ich mich in einem Artikel auseinandergesetzt, den ich kürzlich als Fachpublikation bei online-artikel.de veröffentlicht habe. Zwar gehe ich davon aus, dass er von der Zielgruppe, für die er bestimmt ist, wohl kaum gelesen werden wird, schon gar nicht auf meinem Blog. Trotzdem finde ich es wichtig, dieses Thema anzusprechen.

Unternehmen tun gut daran, ihre Website aktuell zu halten
Ich denke es ist Zeit — und da spreche ich vor allem Web-Agenturen an — Kunden in Sachen Content besser zu unterstützen. Gut, Webentwickler und Designer leben davon, Websites ihren Kunden zu verkaufen.
Meiner Wahrnehmung nach ist jedoch den Kleinunternehmern damit allein nicht gedient. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Kunden, die mehrfach in einen Internetauftritt investiert haben und immer noch keinen Erfolg haben, den Glauben an das Web verlieren. Auf der anderen Seite werden die meisten Unternehmener selbst diesen Zustand zu verantworten haben. Die Frage ist deshalb durchaus berechtigt: Wozu ein CMS verkaufen, wenn cirka 70 Prozent der Kunden es gar nicht selbst nutzen?
Ok, ein Design-Relaunch alle zwei bis drei Jahre geht für mich als Web-Redakteur in Ordnung. Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Content eine größere Rolle spielt und einen entscheidenden Beitrag für den Erfolg einer Website sorgt. Unternehmer müssen also mehr bei der Webpflege begleitet werden, und das ist ein langfristiger Prozess. Natürlich gehören noch weitere Maßnahmen, wie SEO, SEM, Linkbuilding usw. dazu. Wenn´s aber mit dem Content schon kaum klappt, wozu dann solche Maßnahmen durchführen?
Hier der Link zum Artikel: Einsatz von Contentmanagement-Lösungen in kleinen und mittleren Unternehmen”. Ich freue mich auf Eurer Feedback.
Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen von Social Media. Der Trend ist längst zu einem festen Bestandteil im Marketingmix der Unternehmen geworden. Zumindest ist in der Region Osthessen die Wahrnehmung angekommen, dass niemand mehr so einfach diese Entwicklung ignorieren kann. Ich freue mich jedenfalls einen Beitrag mit 


