Web 2.0

Regionale Unternehmer hinken in Sachen Social Media hinterher — es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten

www-200pixOst­hes­sens Unter­neh­men hin­ken in Sachen Social Media der Ent­wick­lung zum größ­ten Teil hin­ter­her. Viel­leicht ist das keine neue Erkennt­nis, aber ich finde sowas ist ein Blog­bei­trag wert.

Bei zahl­rei­chen Gesprä­chen mit Unter­neh­mern mei­ner Ziel­gruppe (kleine und mitt­lere Unter­neh­men) stelle ich immer wie­der fest, dass deren Denk­weise in der Welt von Web 2.0 noch gar nicht ange­kom­men ist. Selbst Web 1.0 ist vie­ler­orts noch nicht rich­tig begrif­fen. Das große WWW wird immer noch als Tech­nik ver­stan­den und nicht als Medium.

Nach wie vor ist die Wahr­neh­mung der Ent­schei­der und Geschäfts­füh­rer von einer erfolg­rei­chen Web­site deren Optik. Aktu­elle Inhalte? Fehl­an­zeige. Einige haben zwar bereits in ein Con­tent Manage­ment Sys­tem inves­tiert, nut­zen aber die Mög­lich­kei­ten sol­cher Sys­teme nicht. Die Prio­ri­tä­ten für die Pflege und die Ver­mark­tung des eige­nen Unter­neh­mens über´s Web sind gleich Null.

Wenn ich dann mit The­men wie Blogs, twit­ter, Video und PR-Arbeit komme, ver­ste­hen die meis­ten nur Bahn­hof. Die Aus­nahme bil­det das Unter­neh­mens­netz­werk XING. Hier sind doch die meis­ten schon aktiv gewor­den, wenn auch nur mit halb­her­zi­gen Engagement.

Mitt­ler­weile bin ich in mei­nen Erst­ge­sprä­chen dazu über­ge­gan­gen, zunächst ein Stück Auf­klä­rungs­ar­beit zu leis­ten. Ich stelle fest, dass die Unter­neh­mer ein­fach eine Ori­en­tie­rung brau­chen, wohin sich das Inter­net ent­wi­ckeln wird. Denn eins ist klar: Die­je­ni­gen Unter­neh­men, die es nicht ver­ste­hen das Inter­net als Instru­ment des Mar­ke­tings zu nut­zen, wer­den es schwie­rig haben lang­fris­tig in ihrem Geschäft Erfolg zu haben. Es sei denn sie sind die Könige des Emp­feh­lungs­mar­ke­tings. Sowas habe ich auch schon ken­nen­ge­lernt, dann brau­chen diese aller­dings auch keine Website.

Die Geschäfts­füh­rer haben also mit­tel­fris­tig einige Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Die wich­tigste wird sein, mehr Zeit in die­ses Thema zu inves­tie­ren. Es reicht mei­ner Mei­nung nach nicht aus, alle Internet-Aktivitäten einer Agen­tur, wie bei­spiels­weise mei­ner, zu über­las­sen (was die meis­ten ja am liebs­ten tun wür­den). Hier ist die Mit­ar­beit des Geschäfts­füh­rers gefragt und zwar in der Form, bei allen unter­neh­me­ri­schen Hand­lun­gen in Bezug auf sein Geschäft stets das Inter­net mit ein­zu­be­zie­hen. Ist diese Denk­weise in den Köp­fen der Unter­neh­mer erst ein­mal instal­liert, ist schon viel erreicht.

Bei­spiel: Der Inha­ber eines Sani­tär­be­trie­bes hat bei einem Kun­den ein neues Bad ein­ge­rich­tet. Nach Abschluss der Bau­ar­bei­ten sehen die nächs­ten Schritte aus Sicht des Mar­ke­tings so aus:

  • Den Kun­den fra­gen, ob er bereit ist ihm ein Testi­mo­nial zu geben.
  • Mit dem Kun­den abklä­ren, ob er bereit ist Fotos schie­ßen zu las­sen, oder ein kur­zes Video von sei­nem Bad dre­hen zu lassen.
  • Den Kun­den fra­gen, ob über sein Bad-Projekt eine kurze Story geschrie­ben wer­den darf.

Das war´s schon. Inves­ti­tion: keine zwei Minu­ten. Die Aus­füh­rung der Mar­ke­ting­maß­nah­men dele­giert der Geschäfts­füh­rer an eine Agen­tur, die dann die nächs­ten Schritte einleitet.

Was kann jetzt dar­aus gemacht werden?

  • Ein redak­tio­nel­ler Bei­trag in Form einer Pro­jekt­story zur Ver­öf­fent­li­chung auf der Web­site oder in einem Artikel-Portal.
  • Eine Foto­ga­le­rie auf der Web­site veröffentlichen
  • Das Testi­mo­nial des Kun­den pro­mi­nent auf der Web­site platzieren
  • Ein Kurz­vi­deo auf Youtube hoch­la­den und dann auch auf der Web­site einstellen
  • über das Pro­jekt twittern

Inves­ti­tion um die gan­zen Maß­nah­men umzu­set­zen? Je nach Anspruch und Umfang ca. 8 — 12 Stun­den.
Nut­zen: Eine tolle Refe­renz, die neue Kun­den brin­gen wird, denn das was der Sani­tär­be­trieb ver­kauft und rea­li­siert inter­es­siert poten­zi­elle Kunden.

Das wäre für mich ein Ansatz, wie ein Unter­neh­mer aktiv die Mög­lich­kei­ten des Inter­nets, ins­be­son­dere von Social Media, nut­zen würde. Dann werde ich mich nun daran machen ein Instal­la­teur in den Köp­fen mei­ner Kun­den zu wer­den und dann klappt es auch mit Social Media Marketing.

Übri­gens:
Ein tol­les Bei­spiel, wie Social Media Mar­ke­ting in der Pra­xis funk­tio­nie­ren kann, ist der Hote­lier Jür­gen Kren­zer aus Sei­ferts in der Rhön. Er ver­steht es die ganze Kla­via­tur des Web 2.0 für sein Geschäft zu nut­zen. Jür­gen blogt, twit­tert und hält seine Web­site stehts aktu­ell. Unbe­dingt mal rein­schauen unter: www.rhoenerlebnis.de
Sein twitter-Account: twitter.com/rhoenschaf

Twitter Updates

Fan werden

Google+

Xing

XING

Skype

Sta­tus: Mein Status

RSS-Verzeichnisse

RSS World