11. Februar 2010

Wie bei einem optisch gelungenen Internetprojekt die Chancen zur Kundengewinnung vertan werden

Category: Allgemein,ErfahrungenTags: – Autor: Thomas – 12:39

Letztens ist mir wieder mal eher zufällig ein Internetprojekt „unter die Maus gekommen“, wo ich mir gleich dachte, hier fehlt doch was. Es geht um die Website www.fladung-spa.de der Firma Fladung aus Hofbieber. Zunächst das Positive: Toll gestaltete Website mit aufwendig produziertem Fotomaterial, alles wertig, emotional und mit moderner Galerie-Technik in Szene gesetzt; einfach zu bedienen. Im ersten Moment also wirklich ansprechend.

Der erste Eindruck: Klasse!
Nach näherer Betrachtung kommt dann das Negative zutage: So ziemlich alles, was dazu beitragen würde die Website auffindbar zu machen, fehlt. Keine beschrifteten Bilder, wenn Texte vorhanden sind, dann sind sie im Bild integriert, keine Titel-Tags, keine Description, keine suchmaschinenfreundlichen URLs. Echt ein Jammer! Hier wurde wieder mal kurz vorm Ziel einfach aufgehört. Dabei ist die Website mit Typo3 realisiert, bei dem diese redaktionellen Prozesse ganz einfach umgesetzt werden können.Website der Fladung Spa GmbH aus Hofbieber

Basics der Website-Pflege werden nicht beachtet
Diese Beispiel zeigt mir, wie sehr Webprojekte immer noch viel zu design- und technikgetrieben sind. Aussagekräftige Inhalte, die neben der Suchmaschinenrelevanz dazu dienen Besucher gezielt zu informieren, werden vernachlässigt. Selbst solche Basics, wie die Pflege der Meta-Tags, werden nicht beachtet.

Wer ist schuld?
Es stellt sich natürlich die Frage, wem der Schwarze Peter jetzt zuzuschreiben ist. Hat die Agentur schlichtweg vergessen, darauf aufmerksam zumachen? Gab es keine Redaktionsschulung, wo diese Dinge hätten angesprochen werden sollen? Oder ist dem Kunden der Fehler gar nicht bewusst? Mag sein, dass die Ziele des Unternehmens den Internetauftritt nicht zum favorisierten Marketinginstrument machen. Rechtfertigt das allerdings solche Unzulänglichkeiten?

Nur zwei Prozent bis zum Ziel
Nur zum Verständnis: Vom Arbeitsaufwand sind etwa 98 Prozent der Aufgaben erledigt. Es fehlen lediglich 2 Prozent an Arbeit, die sich allerdings elementar auf den Sucherfolg der Website auswirken. Wenn hier also nichts dafür getan wird, die 100% zu erreichen, dann frage ich mich, wieso überhaupt so ein Aufwand betrieben wurde?

Meine Sorge ist folgende: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wieder mal einen Kunden zu vergraulen, der vielleicht die Hoffnung von seinem Internetauftritt hat, den ein oder anderen Kunden damit zu gewinnen. So ist es jedenfalls fast aussichtslos.

Viellicht hilft ja der Link weiter:

Video: Bearbeiten von Seiteneigenschaften in Typo3

2 Kommentare »

  1. Mich würde interessieren, ob der betroffene Websitebetreiber schon in irgend einer Weise auf die Kritik reagiert hat.
    Wenn nicht, dann hat er soeben die 2. Chance vertan. Ob er eine weitere bekommt ist fraglich.

    Kommentar by andreas — 23. Februar 2010 @ 19:06

  2. Leider nicht, obwohl ich ihn angeschrieben und auch auf die Mängel aufmerksam gemacht habe.

    Kommentar by Thomas Noll — 23. Februar 2010 @ 19:31

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