Kürzlich las ich einen Artikel auf der Website der Fuldaer Zeitung zum 2. Hünfelder Gesundheitstag Namens “Medico”. Klingt schon interessant: 30 Aussteller und 27 Vorträge, das ist doch schon recht ordentlich für eine kleine regional organisierte Gesundheits-
messe. Da dachte ich mir: schaust Dir das doch mal genauer auf der Website der Medico an. Doch wo ist die Website? Nix! Keine begleitende Homepage, die Details zu den Ausstellern, den Vorträgen und Zusatzinfos liefert.
Kann sich in der heutigen Zeit der Veranstalter so was noch leisten? Wenn die Messe überwiegend die ältere Generation ansprechen würde, hätte ich dafür ja noch annähernd Verständnis. Im Artikel der FZ ist jedoch ganz klar zu lesen: “Es gibt Informationen für alle Altersgruppen und Fachrichtungen.” Geht der Veranstalter tatsächlich davon aus, dass er auf eine Website als Marketinginstrument verzichten kann? Nach Recherchen in Google und bei Hessens größtem Nachrichtenportal Osthessennews stelle ich fest, es gibt kein Online-Marketing, also auch kein Banner oder sonst einen Hinweis im Web. Auch nach mehreren Versuchen eine mögliche Domain in meinem Browser einzugeben, scheitere ich. Es ist einfach keine Website zu finden.
Angesichts des Aufwands den die Organisatoren sicherlich betreiben, stellt sich mir schon die Frage woran hat es denn gelegen sich dem Web als Plattform zeitgemäßer Öffentlichkeitsarbeit zu entziehen? Immerhin investieren Teilnehmer Zeit und Geld um ihre Dienstleistungen zu präsentieren. Und nur auf Plakaten, Flyern und Zeitungsartikeln sich zu verlassen, ist heutzutage zu wenig Marketing.
Gut, vielleicht erfahre ich es ja bei einem Besuch des Gesundheitstages. Ich hoffe nur, dass viele Besucher kommen. Wäre doch wirklich schade, wenn sich die Erwartungen des Veranstalters in den Besucherzahlen sich nicht so erfüllen, wie angedacht.
Meiner Meinung nach muss eine begleitende Website nicht die Welt kosten. Würde eine einfache Site beispielsweise mit WordPress erstellt werden, wären die Kosten minimal. Außerdem könnten die Besucher ein Feedback geben, welche gleich den Organisatoren eine Einschätzung gibt, ob ihr Konzept funktioniert.
Ich denke jedenfalls, dass es sich keine Veranstaltung mehr leisten kann, auf eine Website als Informations- und Marketingplattform zu verzichten. Es wird zu viel Potenzial verschenkt. Außerdem erwarten die meisten Internetnutzer diesen Service einfach. Auf die viele Vorteile, die sich für Interessenten des Gesundheitstages ergeben, möchte ich gar nicht eingehen. Es dürfte klar sein, wie hoch der Nutzen einer Veranstaltungs-Website ist.
Bleibt zu hoffen, dass der Hünfelder Gesundheitstag – sollte er noch mal stattfinden – künftig eine Website hat.
Die Social Media-Aktivitäten regionaler Unternehmen, insbesondere im Hotel- und Tourismusgewerbe, sind in Osthessen immer noch recht spärlich. Nur eine Handvoll Leute sind auf facebook oder twitter aktiv, geschweige denn sie betreiben ein eigenes Blog. Diejenigen, die allerdings twittern, kennen sich untereinander und folgen sich gegenseitig.
Social Media-Aktivisten ziehen sich an
Und im Laufe der Zeit lernt man sich schon persönlich kennen, weil Social Media-affine Unternehmer irgendwie Interesse daran haben, sich auszutauschen. So geschehen kürzlich bei Kurt Mihm aus Schlitzenhausen bei Tann. Er folgt meinen tweets schon seit einiger Zeit. Vor einer Woche rief er mich an, ob wir uns nicht mal treffen können. Er sucht jemand, der ihn bei der Vermarktung seiner Websites unterstützt. Seine bisherigen Partner haben nicht das Know-how und anscheinend auch nicht das Interesse ihm zu helfen.
Kurt – der Macher
Jedenfalls stellten Kurt (alias rhoen1) und ich in einer ersten Besprechung schnell fest, dass wir viel gemeinsam haben und in Sachen Marketing auf einer Wellenlänge liegen. Kurt ist wie ich ein Macher. Auf dem Folgetreffen, welches als Webmarketing-Workshop von mir konzipiert war, beschlossen wir künftig zusammen zuarbeiten.
Kurt Mihm´s Hochrhöntouren
Spannendes Konzept für Aktivurlauber
Kurt hat eine Vision, die noch kein Gastronom oder Hotelier in Osthessen realisiert hat: Erlebnistouren in der Rhön für sportlich orientierte Wanderer, Mountainbiker und Langläufer mit Guide und Shuttleservice anzubieten. Außer Jürgen Krenzer vom Rhönschaf-Hotel, der jedoch eine etwas andere touristische Ausrichtung hat, gibt es kein vergleichbares Angebot.
Rhöntourismus = Old school-Marketing
Was auch eine Erkenntnis unseres Treffens ist, wie sehr doch die Rhön als Tourismusregion an alten Marketingstrukturen klebt. Kurt hat schon versucht Kooperationen mit dem Tourismusverband Rhön einzugehen, jedoch ohne Erfolg. Es bleibt Kurt demnach keine andere Wahl, als eigene Wege seiner Vermarktung zu gehen. Und ich bin mir sicher, wenn seine Social Media-Aktivitäten gezielt eingesetzt werden, wird das ein Erfolg.
Also: twittern lohnt sich!
Mich freut es jedenfalls über twitter einen neuen Kunden gewonnen zu haben und in Zukunft einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Modernisierung des sportlich orientierten und erlebnisreichen Tourismus in der Rhön zu leisten.
Werbeagenturen, vor allem in der Region Osthessen, sind meist recht breitbandig aufgestellt. Damit meine ich die vielen Dienstleistungen und Produkte (Anzeigengestaltung, Werbegrafik, Werbegeschenke, Mailings usw.), die von den Agenturen angeboten werden. In einem Landkreis, wo nicht jede Spezialisierung, wie meine Dienstleistung als Internet-Redakteur eine dauerhafte Einnahmequelle ist, versuchen die Agenturen eben “alles aus einer Hand” anzubieten.
Rückständige Internetpräsenzen
So kommt es immer wieder vor, dass ich die Website-Pflege und deren Vermarktung von Kunden übernehme, deren Firmen-Website von einer Werbeagentur erstellt wurde. Obwohl ich den Agenturen grundsätzlich nicht unterstellen will, bei Webprojekten kein gutes Händchen zu haben, ist es bisher immer so gewesen, dass die Websites vom Design, von der Technik und von den Inhalten um Jahre zurückliegt. Ganz zu schweigen von nützlichen Mehrwerten und der suchmaschinenfreundlichen Integration der Inhalte. Ohne gravierende Änderungen der Texte inkl. eines kompletten Neustarts für On-Page-SEO, konnte ich bisher kein Projekt übernehmen. Nicht einmal so Basiselemente, wie TitleTag, Descriptions und beschriftete Fotos sind von den Agenturen umgesetzt worden. Der textliche Stil gleicht dem einer Werbebroschüre.
Mit solchen Startseiten lassen sich kaum noch Kunden gewinnen (Beispiel www.nobelitstein.de vor der Übernahme der Website-Pflege)
Fehlende Kompetenz in Sachen moderner Webauftritt
Da habe ich mir schon oft gedacht, warum die Werbeagenturen nicht bei ihrer Kernkompetenz bleiben und sich auf Werbung konzentrieren. Gut, mag sein die Kunden waren bisher mit den Broschüren und Displays der Werbeagentur zufrieden und glauben auch beim Internetauftritt einen gutes Ergebnis abgeliefert zu bekommen. Rein optisch ist das ja auch oft der Fall. Allerdings werden zum Teil so gravierende Fehler gemacht, dass der Erfolg der Website mit Sicherheit ausbleibt.
Enttäuschte Kunden
Das ist aus meiner Sicht teilweise schon grob fahrlässig, was da abgeliefert wird. Wenn Kunden dann enttäuscht sind, weil weder viele Besucher auf die Website kommen, noch diese mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen, ist das im Prinzip rausgeschmissenes Geld. Mag die Investition auch noch so gering gewesen sein, es bringt einfach nichts, eine Website online zu stellen, die nach veralteten Normen und Regeln entwickelt wurde.
Unnützer Relaunch, statt relevante Inhalte
In den letzen Jahren hat sich sehr viel bei der Realisierung eines erfolgreichen Internetprojektes und dessen Betrieb verändert. Das gilt sowohl aufseiten der Internetnutzer – die immer mehr und länger surfen, immer erfahrener und auch immer anspruchsvoller werden – als auch auf der Website selbst. Es ist zwar erkennbar, wie wichtig beispielsweise das Thema Suchmaschinenoptimierung ist, allerdings wird hierbei ein falscher Ansatz verfolgt: Neues Design, anstatt relevante Inhalte und langfristiger Linkaufbau.
Ansprache: Nutzenformulierung statt Bullenschau
Grundsätzlich halte ich die Denkweise der hiesigen Werbeagenturen meiner Ansicht nach für nicht zielführend. Und zwar die Website so umzusetzen, wie eine Werbebroschüre. Wenn Werbung mit nützlichen Informationen, und Selbstdarstellung mit Orientierung eingetauscht wird, wäre schon mal einiges gewonnen. Gerne zitiere ich auch aus Thomas Kilians Buch “Der Igel-Faktor”, wo der Inhaber einer Werbeagentur aus Ostwestfalen (das ist wirklich eine Gute!) in diesem Zusammenhang von “Nutzenformulierung statt Bullenschau” spricht. Auch der Ansatz “Pull statt Push” wäre nützlich. Es geht darum Besucher der Website mit sinnvollen Informationen zu überzeugen und sie immer wieder mit Mehrwerten in Form von Fotos, Videos, Ratgebern und Tipps zu locken. Das ist einfach nicht das Ding von Werbeagenturen, scheint mir zumindest so.
Fazit: Bevor Sie von Ihrer Werbeagentur ein Internetprojekt realisieren lassen, achten Sie darauf, dass:
klare Ziele definiert werden, an die Sie sich und die Agentur zu halten haben
Ihr Budget nicht allein für die Realisierung der Website ausgeben wird, sondern auch die monatliche Betreuung mit einkalkuliert ist
die Gestaltung und die Inhalte Ihrer Zielgruppe entspricht
eine Keyword-Analyse und ein Wettbewerbsvergleich durchgeführt wird
die Keywords gezielt in die Texte integriert werden
Basiswissen in Sachen On-Page-SEO vorhanden ist und die Website nach SEO-Gesichtspunkten aufgebaut wird (siehe auch SEO-Checkliste)
eine nutzenorientierte Kundenansprache verwendet wird und reichlich nützliche Informationen veröffentlicht werden
Alle Inhaltsseiten untereinander verlinkt und beschriftet werden
die Besucher zu Aktionen aufgefordert werden (Anruf, Kontaktformular ausfüllen usw.)
Sie ein Controlling in Form einer aussagekräftigen Statistik (z. B. Google Analytics) bekommen und SEO-Tools, wie beispielsweise Google Webmastertools eingesetzt werden
Soweit die wichtigsten Empfehlungen. Gerne unterstütze ich bei der Konzeption Ihrer Website und biete kompetente Unterstützung, wenn Sie eine zusätzliche Meinung sich einholen wollen. Werbeagenturen biete ich übrigens auch gerne die Zusammenarbeit mit mir an.
In letzter Zeit häufen sich Anfragen von Unternehmen, die kürzlich eine neue Website online gestellt haben. Sie suchen jetzt einen Dienstleister, der ihnen ihre Website für Google optimiert. Ein Vorgehen, welches aus meiner Sicht höchst ineffizient ist. Natürlich profitiere ich von solchen Anfragen, weil nur eine für die Zielgruppe und für Google optimierte Website auch den Erfolg bringen wird.
Hätte die Agentur sich sparen können: Eine aus SEO-Sicht katastrophal realisierte Website der Zahnarztpraxis Dr. Pietsch (Screenshot vor Projektübernahme)
Es stellt sich die Frage, warum Unternehmen nicht gleich eine Agentur beauftragen, die unter den Gesichtspunkten von SEO eine Website realisieren lassen? Anscheinend ist die Bedeutung des Themas SEO bei vielen Unternehmen noch nicht sehr ausgeprägt. Vielleicht sind aber auch die Agenturen (vor allem Werbeagenturen, die auch Websites bauen) noch nicht soweit komplette Lösungen anzubieten.
Wie auch immer, jedenfalls ist eine an der Zielgruppe vorbei realisierte Website aus meiner Sicht eine Fehlinvestition. Ganz zu schweigen von den Mehrkosten, die entstehen, weil das ganze SEO-Programm im Nachhinein natürlich teurer wird, als wenn es von vornherein strategisch eingeplant ist. Also alle Texte noch mal überarbeiten, verlinken, beschriften usw. Im Prinzip wird jeder Satz auseinander genommen, weil keine Keywords oder entsprechende Synonyme eingesetzt wurden.
Auch Basisarbeiten, wie die Pflege der Title-Tags, Descriptions und Bildbeschriftungen werden von vielen Web-Agenturen überhaupt nicht erledigt. Bevor ich also mit dem wichtigeren Thema Off-Page-Optimierung loslegen kann, stehen zunächst Basisarbeiten innerhalb der Website an, die natürlich unnötig Zeit kosten. Da stelle ich mir dann schon die Frage: “Warum einfach, wenn´s auch umständlich geht?”
Ich möchte an dieser Stelle dringend die Empfehlung geben kein Internetprojekt zu starten, ohne eine SEO-Strategie und eine Keywordanalyse in der Hand zu haben. Schlecht realisierte Projekte gibts zu genüge und die hinterlassen nur verbrannte Erde bei den Kunden.
Typo3 zählt unbestritten zu den am meist eingesetzten Content Management Systemen überhaupt. Ob Kleinunternehmen oder Konzern, es gibt wohl kaum eine Unternehmensgröße, wo die Lösung nicht im Einsatz ist. Für einen Internet-Redakteur, wie mich bleibt bei der Pflege mit Typo3 so gut wie kein Wunsch offen. Das CMS ist einfach zu bedienen und man kann sehr effizient damit arbeiten. Vorausgesetzt die Konfiguration wurde vom Entwickler und Administrator professionell umgesetzt.
Miserable Konfiguration des BackOffice
Da ich häufig die Website-Pflege von Internet-Projekten übernehme, die mit Typo3 realisiert sind, habe ich einen guten Überblick, welche Typo3-Agentur hier saubere Arbeit liefert und welche nicht. Die letzte Zeit häufen sich jedoch Projekte, bei dem mir als Redakteur die Haare zu Berge stehen und ich mich frage, was sich die Entwickler dabei gedacht haben so ein miserabel konfiguriertes Backoffice zu übergeben.
Bisher bin ich ja durch meinen Partner Andreas Kempf von Web-Aktiv sehr verwöhnt worden. So, wie er eine Website vom Layout anlegt, so funktioniert sie auch im Backoffice. Also entsprechend konfigurierte Spalten, eine sauber aufgebaute Navigationsstruktur und ein durchdachtes CSS-Konzept für die Textgestaltung.
Das soll einer verstehen. Vierspaltiges Backend, tatsächlich ist aber nur eine Spalte pflegbar. Die teilt sich in der Ausgabe jedoch in drei Spalten auf! Na toll!
Keine Selbstverständlichkeit
Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, erfuhr ich kürzlich bei der Übernahme eines Projektes, bei dem das Template und die Struktur des Backoffice voneinander abwichen. Es wurde quasi gar nichts konfiguriert. Ob die rechte oder linke Spalte funktioniert, musste ich ausprobieren. Prompt viel das ganze Layout bei der Vorschau aus dem Rahmen. Und als ich zu texten begann, stellte ich fest, dass es gar keine sinnvolle Struktur zum Aufbau des Inhalts gab. Überschriften wurden eben mit einer größeren Schrift erstellt. Von H1, H2, H3-Tags hatte der Entwickler anscheinend noch nie was gehört.
Unnützes TemplaVoila
Ein anderes Projekt, welches ich kürzlich übernahm, ist mit TemplaVoila umgesetzt worden. Ansich ist das ja schon eine komfortable Sache, wenn die Möglichkeit besteht, sich komplette Layouts einfach zusammen zu klicken. Allerdings funktionierte das überhaupt nicht in der Ausgabe. Text- und Bildebenen überlappten sich. Für was wird dann TemplaVoila eingesetzt, wenn ich die Funktion überhaupt nicht nutzen kann?
Akzeptanzprobleme zu befürchten
Bei diesen Beispielen stellt sich mir die Frage, was passiert, wenn das ein unbedarfter Kunde pflegen soll? Anscheinend wird bei so machen Projekten überhaupt nicht daran gedacht, dass es den Redakteuren doch so einfach wie möglich gemacht werden sollte. Statt dessen müssen sie sich “durchwurschteln”. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn Vorurteile aufkommen Typo3 sei schwierig zu bedienen. Kein Wunder, wenn die Entwickler bei so was pennen. Leider kann diese Problematik Kunden überhaupt nicht vermittelt werden, weil die meist kein Know-how haben und sich auf ihre Agentur verlassen.
Appell an alle Typo3-Agenturen
Deshalb richte ich mein Appell an alle Typo3-Agenturen aufseiten des Backoffice ordentliche Arbeit abzuliefern, sonst verlieren die Kunden die Lust an der Pflege und ein geniales CMS wird unnötig schlecht geredet.
In einem Interview von media-treff.de mit Lars Lehne von Google wird erklärt, wie sich die Ansicht desSuchergebnisses der Suchmaschine verändert hat. Lars Lehne berichtet, dass Suchergebnisse jetzt “mundgerechter” und mit mehr Tiefe für Endkonsumenten dargestellt werden.
Interessant ist sein Aspekt in Bezug auf mittelständige Unternehmen. Er ist der Auffassung, dass mit den neuen Möglichkeiten die Unternehmen nicht nur ihre eigene Website als Kommunikationskanal nutzen sollten, sondern auch in anderen Bereichen, wie News, Bilder und Blogs vertreten sein sollten. Die Suche im Internet bezeichnet er als “Rückgrat” der Kommunikation. Ein Zentralnerv, der alle Kommunikation zusammenführt. Ein wirklich informatives Interview.
Das in Fulda ordentlich “genetworked” wird wusste nicht nur Landrat Bernd Woide auf der kürzlich stattgefundenen fuldakom zu berichten. In der Tat verstehen es die Unternehmer der Region Osthessen, sich zu vernetzen. Die fuldakom diente allein dem Zweck, neue Unternehmen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Das ist den Organisatoren auf Anhieb gelungen, danke dafür. Interessant bei der Veranstaltung war für mich, wie viele Organisationen und Vereine es in unserer Region gibt, die Unternehmer aktiv unterstützen, ihre Geschäftstätigkeit erfolgreicher zu gestalten. Dass auch die Kreishandwerkerschaft, der Arbeitgeberverband und weitere Verbände aktiv netzwerken, war mir persönlich bis dato neu.
Alles in allem konnte ich interessante Geschäftskontakte knüpfen. Einige Termine habe ich auch schon wahrgenommen. Es lohnt sich also mitzumachen. Übrigens war der erste SEO-Stammtisch ein voller Erfolg. Also auch in Spezial-Themen, wie Suchmaschinenoptimierung ist Bedarf an Austausch vorhanden. Das Know-how ist hier bei uns in der Region und das macht mich als Fan des Kreises Fulda stolz.
Beim letzten Treffen der “Zeitspringer” (so nennen sich die Mitglieder des IT-Forums Zeitsprung Fulda e.V.) im ITZ-Fulda hatten Michael Müller von Virtual Trends und ich die Idee einen SEO-Stammtisch ins Leben zu rufen. Jetzt hat Michael die Initiative ergriffen und eine Microsite online gestellt. Es geht also los. Wer von den Web-Agenturen in Osthessen Lust hat zum Stammtisch zu kommen, ist herzlich eingeladen.
Durch meine Arbeit als Internet-Redakteur habe ich ja berufsbedingt mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung zu tun. In letzter Zeit häufen sich Anfragen, wo es den Kunden nur darum geht, dass ich für sie Suchmaschinenoptimierung übernehme. Zum Teil sind (meist nicht aus der Region Osthessen) Agenturen mit SEO-Maßnahmen bereits beauftragt worden.
Kunden nicht zufrieden mit SEO-Agenturen
Die Kunden sind allerdings nicht zufrieden mit den Ergebnissen und hoffen jetzt, dass ich Ihnen helfen kann. Schaue ich mir die Website und die SERP´s (Abkürzung für “Ergebnisse in der Suchmaschine”) genauer an, wird mir klar, warum die Kunden unzufrieden sein müssen. SEO wird nicht strategisch umgesetzt, sondern als Einzelmaßnahme. Das Motto könnte bei so manchen Kunden lauten: “Hauptsache ich stehe mit meiner Website zu den eingegebenen Keywords ganz oben bei Google, alles andere interessiert mich nicht!” Gebe ich dann den Kunden einige Beispiele, was alles an On-Page und Off-Page-Maßnahmen alles vergessen wurde, sehe ich lange Gesichter.
Ohne SEO-Grundlagen, kein Erfolg
Hier einige Beispiele, was mir in der täglichen Praxis bei Kundenprojekten auffällt:
Es werden keine Title-Tags gepflegt
Descriptions sind mit 08/15-Texten belegt oder fehlen komplett
Die Landigpage hat so gut wie nichts mit der Keyword-Kombi zu tun und lädt Besucher nicht ein, das Angebot näher zu durchforsten
Es gibt keine Webmastertools zur Kontrolle und zur Optimierung
jede Menge Texte sind in Bildern untergebracht
und, und, und …
Von nützlichen Beiträgen, Referenzberichten oder Fachartikeln haben die meisten noch nie was gehört. Wenn doch, dann ist das ist ja mit viel Arbeit verbunden und “bringt sowieso nix”. Ich frage mich schon, wie solche Internetprojekte Erfolg haben? Tja, wenn SEO so einfach wäre, würde es nur noch Suchmaschinenoptimierer geben und ich wäre meinen Job los.
Sechs Standard-Kriterien damit SEO überhaupt funktioniert
Zum Glück ist es nicht so. Meine Empfehlung – und die bestätigt sich immer wieder – ist folgende: SEO ist eine Strategie und keine Einzelmaßnahme. Und schon gar nicht ad hoc mit schnellem Erfolg. Wenn ich On- und Off-Page-Optimierung in sechs Punkten darstelle, ergeben sich für mich folgende Standard-Kriterien für strategische Suchmaschinenoptimierung:
Ziele: Kontakte, Conversion, Wahrnehmung
Content: Nützliche Inhalte auf der Website, der relevante Keywords und Keyword-Kombinationen beinhaltet
Entscheidend ist: die gesamte Prozesskette muss stimmen. Also von der Suche eines Users in Google, über das Suchergebnis zur Landigpage, den Website-Inhalten bis zur Kontaktaufnahme bzw. dem Kauf. Ist ein Glied zu schwach, kostet das wertvolle Kundenkontakte.
Übergreifende SEO-Kriterien beachten
In meinen Kundengesprächen fällt mir auch immer wieder auf, dass SEO eine in sich isolierte Maßnahme ist. Die Web-Pflege wird von einem Mitarbeiter oder einer externen Agentur übernommen. Der oder sie sind aber nicht in die SEO-Aktivitäten involviert. Der SEO-Agentur wiederum scheint es egal zu sein, was mit der Pflege und der Administration der Website geschieht. Wenn hier nicht konstruktiv zusammen gearbeitet wird, wie soll da ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess stattfinden? Alle Beteiligten, angefangen vom Webdesigner, über den Webentwickler, bis zum Redakteur sind in das Projekt einzubeziehen. Die Entscheidungen was umgesetzt wird trifft schließlich der Verantwortliche für das Thema Suchmaschinenoptimierung, vorausgesetzt er hat die Kompetenz und die Übersicht in alle Prozesse.
Mein Fazit
SEO bedeutet, dass:
alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen und gleichermaßen am Erfolg mitarbeiten
die einzelnen SEO-Puzzleteile zu einem Bild zusammengefügt werden
Ausdauer und Kontinuität den langfristigen Gewinn bringen werden
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig sich Unternehmer mit dem sich verändernden Informations- und Kaufverhalten ihren Kunden beschäftigen. Das gilt vor allem für Firmen-Websites, die sich noch auf dem Niveau einer Visitenkarte bewegen. Wettbewerbsvorteile durch eine attraktive Website werden kaum genutzt. Den Geschäftsführern, meist von eher konservativ ausgerichteten Kleinunternehmen, ist anscheinend immer noch nicht klar, wie selbstverständlich das Web von ihren Kunden genutzt wird.
Es wäre also dringend notwendig, die Brille der Kunden aufzusetzen, wie die sich heutzutage vor dem Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung informieren. Die kürzlich von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e. V. (kurz AGOF) veröffentlichten Zahlen bringen es an den Tag: 73,5 Prozent der der Internetnutzer sind seit drei Jahren im Netz aktiv. Knapp 70 Prozent der Gesamtbevölkerung sind online. Von den Internet-Nutzern haben 97,7 Prozent schon einmal nach Produktinformationen recherchiert. Diese Zahlen belegen: Das Internet ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Eine Tatsache, die vor allem bei kleinen Unternehmen in der Region Osthessen anscheinend immer noch nicht angekommen ist.
Meist fängt das Problem damit an, dass die Unternehmer sich gar nicht mit dem Internet beschäftigen. Sie surfen nicht selbst, sie lassen surfen und bekommen deshalb auch keinen Bezug zur Online-Welt. Ein fataler Fehler, denn wie soll ein Geschäftsführer sich in die Lage eines Webnutzers versetzen können, wenn er selbst gar nicht weis, wie er mit dem Internet umgehen soll? Meiner Meinung ist es absolut erforderlich, sich mit dem Such- und Kaufverhalten seiner Kunden zu befassen. Warum? Wer im Web nicht für seine Kunden sichtbar ist, ist quasi nicht existent. Das Ziel eines jeden Unternehmers hat deshalb zu lauten: Was will ich als Unternehmer tun, damit ich das Internet für mein Geschäft aktiv nutzen kann? Die Betonung liegt dabei auf “aktiv”, denn Passivität funktioniert im Internet nicht. Nur kontinuierliche Website-Pflege und Vermarktung werden langfristig den Erfolg bringen.
Folgende Fragen muss sich ein Unternehmer stellen, der das Internet als Plattform zur Kommunikation und zum Verkauf nutzen möchte:
Welche Ziele möchte ich mit unserem Internetauftritt erreichen?
Mit welchen Worten und Begriffskombinationen (Keywords) suchen meine Kunden?
Werde ich in der Region mit meiner Website zu den gewählten Suchbegriffen auch in Google gefunden?
Sind die Informationen, die ich zu meinen Produkten und Dienstleistungen anbiete, vertrauenserweckend und überzeugend?
Wie kann ich Interessenten dazu motivieren, mich zu kontaktieren?
Werden die meisten Bedürfnisse meiner Kunden angesprochen? Habe ich sie erkannt?
Werden so gut wie alle Fragen auf meiner Website zu meinen Produkten beantwortet?
Kommen bestehende Kunden auf meiner Website zu Wort, die mich dabei unterstützen Vertrauen aufzubauen?
Welche Kriterien im Internet beeinflussen Kaufentscheidungen in meiner Branche? (z. B. Foren, Tests, Bewertungen usw.)
Nutze ich die Möglichkeit die Spuren, die ein Besucher auf meiner Website hinterlässt, richtig zu interpretieren und in die Verbesserung meines Webauftritts einfließen zu lassen?
Soweit einige elementare Fragen. Sie zu beantworten ist richtig Arbeit. Wer nicht bereits ist die Zeit zu investieren, bleibt am Besten weiterhin bei seiner Web-Visitenkarte. Ich freue mich auf Feedback.